Andreas Boltz
Andreas Boltz studierte an der Musikhochschule Würzburg Katholische Kirchenmusik. 1989 legte er die Diplom-A- Prüfung und die Staatliche Musiklehrerprüfung ab, im Jahre 1992 erwarb er das Meisterklassendiplom für künstlerisches Orgelspiel in der Meisterklasse von Prof. Günther Kaunzinger.
Weitere Studien betrieb er bei Daniel Roth, Francoise Renet, Guy Bovet und Jon Laukvik (Orgel), Eric Ericson und Fritz ter Wey (Chorleitung), Gert-Peter Münden (Kinderchorleitung), Godehard Joppich (Gregorianik), Glen Wilson (Cembalo), Kurt Suttner (Stimmphysiologie) und Zsolt Gárdonyi (Komposition).
Von 1989 bis 1993 war er Assistent des Domkapellmeisters am Kiliansdom in Würzburg.
Zwischen Herbst 1993 und Mai 2011 war er Regionalkantor des Bistums Mainz in Darmstadt und Dozent für Chorleitung und Orgel am Institut für Kirchenmusik in Mainz.
Als Organist und Chorleiter spielte er Aufnahmen für ZDF, BR, HR, DLF, ORF, RAI und Radio Catalunya ein. Konzerte als Solist und Begleiter führten ihn in zahlreiche europäische Länder.
Von 1994 bis 1995 war er Probenleiter des “Musikvereins Darmstadt” in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Darmstadt.
Im Jahr 1995 gründete Andreas Boltz das “Vocalensemble Darmstadt”, einen Kammerchor von etwa 35 Personen, der projektbezogen arbeitet, und leitete ihn bis zu seinem Abschiedskonzert im Mai 2011.
Zusammen mit dem Vocalensemble erarbeitete er neben den großen Werken der Chormusik insbesondere thematisch orientierte Konzertprogramme unter hoher Berücksichtigung unbekannter Kompositionen.
Seine kompositorische Tätigkeit wurde 1992 beim Internationalen Kompositionswettbewerb in Triest (Italien) mit dem “Premio Speciale” gewürdigt. Für 1998 standen Auftragskompositionen zum Schlussgottesdienst des Katholikentages in Mainz an.
2006 entstand das erste Bühnenwerk "Saphir" nach einer Erzählung des indischen Autors Dilip Chitre für das Kulturprogramm im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Im Jahr 2010 erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein "con tempo" die Musiktheaterproduktion "Das wahre Buenos Aires".
Seine Kompositionen sind in vielen Verlagen veröffentlicht worden.
Seit Juni 2011 wirkt er als Dommusikdirektor am Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus.
Neben der Weiterführung der langen Tradition konzertanter Orgelmusik gilt sein Hauptaugenmerk dem Aufbau der neuen Domsingschule mit chorischem Angebot für Jungen und Mädchen sowie dem Aufbau der gemischten Erwachsenenchöre, dem Domchor und dem Vocalensemble am Frankfurter Kaiserdom.